Verwaltungsreform

Mit ihren Partnern aus der Zivilgesellschaft begleitet die AG Stadtmanagement den Reformprozess der Berliner Verwaltung seit Jahren intensiv.

Das im Juni 2025 im Abgeordnetenhaus beschlossene Verwaltungsreformstrukturgesetz und die Verfassungsänderung gehen deutlich über frühere Reformansätze hinaus. Zu verdanken ist dies dem hohen Engagement aller Beteiligten aus Senat, Bezirken und Fraktionen sowie einem sehr offenen und konstruktiven Beteiligungsprozess unter Einbeziehung von Zivilgesellschaft und Berliner Wirtschaft. Im Plenum bedankte sich der Regierende Bürgermeister Kai Wegner explizit bei der AG Stadtmanagement und der Stiftung Zukunft Berlin für ihre Arbeit als Koordinatorin des zivilgesellschaftlichen Bündnisses: „Ich glaube, Sie haben gemeinsam mit vielen anderen Mitstreiterinnen und Mitstreitern aus unserer Stadtgesellschaft einen gehörigen Verdienst daran, dass wir heute eine große Verwaltungsreform beschließen“. Die AG begreift dies als Zeichen der großen Bedeutung und Wirkung von zivilgesellschaftlichem Engagement.

Im Vorfeld zu dem Beschluss des Abgeordnetenhauses hat sich die AG Stadtmanagement in Zusammenarbeit mit ihren zivilgesellschaftlichen Partner:innen, unter anderem der IHK, dem VBKI, dem AIV und den Berliner Verwaltungsjuristen, regelmäßig intern getroffen und Verbesserungsvorschläge entwickelt. Diese Vorschläge wurden über direkte Gespräche mit Politiker:innen der demokratischen Fraktionen in den Gesetzgebungsprozess miteingebracht und auch öffentlichkeitswirksam in die Debatte eingespeist, unter anderem durch ein Pressegespräch in den Räumlichkeiten der Stiftung Zukunft Berlin. Die Vorschläge wurden aber auch auf Arbeitsebene direkt mit Vertreter:innen der Verwaltung und in regelmäßigen Runden Tischen in sehr kleiner Runde mit dem Regierenden Bürgermeister in den Reformprozess eingebracht.

Der Weg hin zu einer besser funktionieren Berliner Verwaltung ist damit noch nicht zu Ende gegangen. Insbesondere bei der Neukonzeption der Bezirksverfassungen, der Erarbeitung eines verbindlichen Konnexitätsgesetzes („Wer bestellt, bezahlt“), der Umsetzung einer neuen Führungskultur sowie bei dem Kulturwandel in der Verwaltung besteht weiterhin großer Handlungsbedarf. Der Zustand der Digitalisierung der Berliner Verwaltung wird zunehmend zu einem ernsthaften Entwicklungshemmnis der Stadt. Die AG Stadtmanagement wird sich auch dazu einbringen und zusammen mit ihren Partner:innen sowie im Dialog mit Politik und Verwaltung 2026 die Arbeit fortsetzen.

Verantwortlich für das Thema Verwaltungsreform

Portrait von Christophe Knoch

Christophe Knoch

Stiftung Zukunft Berlin

Christophe Knoch ist Jurist und fand 2001 seinen Weg in die Kunst durch die Organisation einer Lesereise mit Witold Gombrowicz’s Witwe, Rita Gombrowicz und Otto Sander. Von 2002 bis 2009 arbeitete er in verschiedenen Theatern und Opern, zuletzt in La Monnaie, Brüssel. Nach Berlin kam er Anfang 2010 als Assistent von Christoph Schlingensief und kümmerte sich bis Anfang 2011 um den Bau des Operndorfes in Burkina Faso. Im Frühjahr 2011 war er einer der Gründer des Micamoca project berlin e.V. und war von 2012 bis 2018 Sprecher der Koalition der Freien Szene in Berlin und regelmäßiger Mitarbeiter in verschiedenen Foren der Stiftung Zukunft Berlin. 2013 gründete er mit anderen Künstler*innen das Produktionsbüro Mica Berlin – Movements in Contemporary Arts. Seit 2014 berät er die Kunstszene in Sofia, Bulgarien beim Bau des Ortes für die freie Darstellende Kunst toplocentrala und leitete 2016 für die Kulturhauptstadt Europa Wrolaw im Rahmen von Berlin-Wroclaw-Berlin die Serie In Between Festivals. September 2018 bis Juni 2019 koordiniert er die Erklärung der Vielen und schlug 2019 mit dem Projekt Tempelhoferwald vor, auf dem Dach des Flughafengebäudes einen Wald zu pflanzen.

Projektmanagement

Bild von Frithjof Paulsen

Frithjof Paulsen

Projektmanagement

Stadtmanagement, Wohnen, AG Friedhöfe, AG Stadtarena

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